Spielgeräte
Golfschläger
Gemäß den aktuellen Golfregeln können bis zu 14 Schläger vom Spieler auf eine Golfrunde mitgenommen werden.
Diese Schläger unterscheiden sich hauptsächlich durch Länge (beim Golf gemessen in Zoll),
Loft, Bauform und Material. Grundsätzlich wird die Flugbahn des Balles durch den Loft und die Schaftlänge gesteuert:
je mehr Loft, desto höher und kürzer die Flugbahn; je länger der Schläger, desto stärker kann er beschleunigt werden
und desto weiter fliegt der Ball.
Für den Abschlag und die weiten Schläge (Bereich ab 140 m) auf dem Fairway werden die Hölzer eingesetzt.
Sie sind die längsten Schläger und haben den größten Schlägerkopf, der innen hohl und trotz des Namens heute nicht mehr aus Holz ist.
Die meisten Spieler haben ein Holz 1 (auch Driver genannt) in ihrem Bag und noch ein bis drei weitere Hölzer für
kürzere Entfernungen (Holz 3, 5, 7).
Für die mittellangen Schläge (70-180 m) werden die Eisenschläger eingesetzt, die im Vergleich zu den Hölzern genauere Schläge erlauben.
Eisen sind die am flexibelsten einsetzbaren Schläger.
Es ist durchaus möglich, eine Golfrunde nur mit einem halben Satz Eisen zu bestreiten.
Zu einem Standardschlägersatz gehören die Eisen 3 bis 9.
Hybrid- oder Rescue-Schläger sind eine Mischung aus Eisen- und Holzschläger,
sie bieten einen Kompromiss zwischen der Länge eines Holzes und der Genauigkeit eines Eisens.
Normalerweise hat ein Spieler nicht mehr als ein oder zwei Hybridschläger. Diese dienen dann zumeist als Ersatz für ein langes Eisen.
Für die kurzen Schläge rund ums Grün (unter 100 m) oder für sehr schwierige Lagen (Bunker, Gräben, hohes Gras)
werden die Wedges benutzt. Sie ähneln den Eisen, sind aber kürzer und haben mehr Loft.
Zu einem Standardsatz gehören mindestens das Pitching Wedge und das Sand Wedge. Darüber hinaus gibt es noch das Gap Wedge
und das Lob Wedge.
Zum Einlochen des Balles auf dem Grün wird der Putter benutzt. Das Spielen mit diesem Schläger wird entsprechend Putten genannt.
Der Ball fliegt dabei nicht durch die Luft wie bei den anderen Schlägern, sondern rollt über das Grün.
Der Putter ist besonders wichtig, da er öfter als jeder andere Schläger benutzt wird (der Par-Standard geht von zwei Putts pro Spielbahn aus),
dennoch findet sich in nahezu jedem Golfbag nur ein einziger Putter.
Golfball
Die Größe und Beschaffenheit eines Golfballs werden in den Golfregeln definiert.
Der Durchmesser eines Golfballs liegt bei mindestens 42,67 mm, das maximale Gewicht bei 45,93 g.
Die Oberfläche des Balls ist mit mehreren Hundert in einem Muster angeordneten Dimples (kleinen Dellen) versehen.
Durch den Winkel des Schlägerkopfes wird der Ball beim Schlag in eine Rotation versetzt,
die während des Fluges zur notwendigen Richtungsstabilität beiträgt.
Durch die Oberflächenstruktur des Balles in Verbindung mit der Rotation erhält der Ball je nach Rotationsrichtung eine
seitliche Ablenkung oder Auftrieb (Magnus-Effekt) und fliegt damit dreimal weiter,
als dies z.B. ein glatter Ball ohne Dimples tun würde.
Ein Golfball besteht aus einer harten Kunststoffschale (in der Vergangenheit wurde Guttapercha verwendet)
mit unterschiedlichen Kernen. Neben Hartgummikernen werden zunehmend auch Mehrschichtkerne u.a. aus (Flüssig-)Metall genutzt.
Auf jeden Golfball ist eine Nummer aufgedruckt. Diese dient dazu, den Ball von Bällen anderer Spieler zu unterscheiden,
wenn diese einen Ball gleicher Marke und gleichen Typs verwenden.
Es hat sich eingebürgert auf dem ersten Abschlag mit einem Ball sowohl Marke als auch Typ und Nummer des Balles anzusagen.
Sobald der Ball regelkonform gewechselt werden darf, sollte auch diese Information an die weiteren Spieler weitergegeben werden.
Dieses Vorgehen wird jedoch nicht von den Regeln verlangt.
Trolley und Golfbag
Ein Trolley wird dazu verwendet, um ein Golfbag, das den Golfschlägersatz und andere während des Golfspiels nützliche
Utensilien (Bälle, Regenkleidung, Getränke, Verpflegung etc.) enthält, komfortabel über den Golfplatz zu transportieren.
Ein Golftrolley hat in aller Regel auch einen Regenschirm- und einen Scorekartenhalter.
Man unterscheidet:
Unmotorisierte meist zweirädrige Trolleys, die man konventionell hinter sich her zieht oder (in letzter Zeit zunehmend)
auch als dreirädrige Pushtrolleys vor sich her schiebt.
Motorisierte Trolleys, die mit einem Elektromotor ausgestattet sind,
der durch eine wiederaufladbare Batterie betrieben wird. Diese Elektrotrolleys sind meistens dreirädrig,
haben eventuell sogar eine Sitzmöglichkeit und werden geführt, indem der Golfspieler hinterhergeht.
Oft wird ein Trolley fälschlicherweise auch als Caddie oder sogar Golfmobil bezeichnet.
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